Aktuelles

Mission Titelverteidigung: Unsere Schach-AG verteidigt die Ehre des Linken Alsterufers

© 1

2.700 Schachbretter mit insgesamt fast 60.000 Schachfiguren: am 17. Juni verwandelte sich der Hamburger Rathausmarkt in das größte Schulschachturnier der Welt! Ja, ganz richtig gehört, denn das Schachturnier „Rechtes gegen Linkes Alsterufer“ ist das größte auf der ganzen Welt – und unsere Schach AG war mittendrin. Ihr klares Ziel bei diesem gigantischen Spektakel: Den Wanderpokal zu verteidigen und zeigen, wer am Brett wirklich die Fäden zieht!

Bis wir um 10.05 Uhr begrüßt wurden von dem bekannten Hamburger Schachexperten Björn Lengwenus, setzten wir uns schon mal an einen von den übertrieben vielen Tischen, die es gab, und machten uns „warm“ (Schach ist eine Sportart fürs Gehirn). Mehr und mehr Schüler und Schülerinnen, Lehrer, Lehrerinnen und Eltern kamen und es wurde sehr voll. So viele Menschen habe ich noch nie auf dem Rathausmarkt gesehen!

Die Tische waren in langen Reihen aufgebaut, alle, die für das linke (und bessere) Alsterufer spielen, schauten auf das Rathaus, während das rechte Alsterufer auf die Europa Passage schaute. An jedem Block stand ein Schiedsrichter, eine Schiedsrichterin in roten T-Shirts, denn auch beim Schach braucht man manchmal einen Schiedsrichter. Auch wenn es das Turnier seit 1958 gibt, werden die Punkte der Spieler online eingetragen, statt oldschool mäßig auf Papier.

© 5

Neben den vielen Regeln im Schach, die sowieso gelten, gab es heute eine besondere: Berührt – Geführt. Die Regel besagt, dass wenn du eine deiner Figuren angefasst hast, sie auch setzen musst und sie ist für haptische Denker ein kleiner Stein auf ihrem Weg zum Sieg.

Bei so einem großen und wichtigen Event ließ sich natürlich auch die Schulsenatorin, Ksenija Bekeris blicken. Sie hatte die Ehre, traditionell den allerersten symbolischen Spielzug des Tages auszuführen, um das Turnier offiziell starten zu lassen. Selbst fluffige Prominenz war anwesend, der Buchstabentiger Thalino (von Thalia) und Manni die Maus (von der Haspa) haben alle Kinder angefeuert und für jede Menge gute Laune zwischen den Partien gesorgt.

Die Schulen werden im Vorfeld entweder dem linken (so wie wir) oder dem rechten Alsterufer zugeordnet. Jede Schule kann theoretisch so viele Teams schicken, wie sie möchte, solange die Teams aus 8 Schüler:innen bestehen. Da nur bei den Grundschulen 2 Partien gespielt werden, hätte unser Team 8 Punkte insgesamt gewinnen können. Zwar haben wir nur 6 gewonnen, aber trotzdem ist das mehr als die Hälfte schon mal! Die Punkte der Alsterufer werden dann zusammengezählt, so wird das siegende Alsterufer bestimmt und der 22,3 kg schwere Wanderpokal darf mit nach Hause genommen werden. Deshalb zählt wirklich jedes einzelne Brett und jeder Spieler – egal ob erfahrener Vereinsspieler aus der Oberstufe oder Grundschulschüler, der heute seine allererste Turnierpartie gespielt hat – spielt eine wichtige Rolle für den Sieg der Alsterufer. Doch trotzdem kriegt jeder einen Preis, jeder einzelne darf eine Medaille mit nach Hause nehmen, alle siegreichen Spieler und Mannschaften kriegen eine Urkunde.

Und wer hat nun gewonnen? Richtig, das linke Alsterufer! Laut dem Organisator Björn Lengwenus war es am Ende das engste Finish in der langen Geschichte des Alsterturniers. Aber das linke Alsterufer (zu dem wir ja auch gehören) hat die Nerven behalten und mit 951,5 zu 920,5 Punkten gesiegt! Damit feiert das linke Alsterufer den vierten Sieg in Folge und behält den Pokal. Durch das heutige Turnier steht es seit Beginn des Turnier 1958 41 zu 22 für das linke Alsterufer.

Jakob, Niklas, Tom, Jakob, Tim und Kirill haben die linke Alsterseite heute im Herzen der Stadt glorreich verteidigt! Herzlichen Glückwunsch liebe Schach-AG!

Sarah Schumacher, 10a