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„Schubladen auf“ – ein Gespräch über Vorurteile

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Unsere Schule ist seit über zehn Jahren Teil des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Vor diesem Hintergrund veranstaltet die dazugehörige Arbeitsgemeinschaft regelmäßig Veranstaltungen, um sich gegen Rassismus und andere Formen der Diskriminierung einzusetzen. Am 12. Oktober fand in diesem Zusammenhang eine Veranstaltung unter dem Titel „Schubladen auf – ein Gespräch über Vorurteile“ statt.

Gäste waren Katharina Trebitsch (ehemalige Filmproduzentin und Tochter von Gyula Trebitsch), Christian Galati (Straßensozialarbeiter aus Wandsbek) und Michael Zimball (langjähriger Gewerkschafter und Mitbegründer der Barmbeker Initiative gegen Rechts). Moderiert wurde die Veranstaltung von Ruken und Jeremy aus dem Jahrgang S1. Zu Beginn wurde eine kurze Umfrage im Publikum durchgeführt, durch die sich schnell zeigte, dass Vorurteile zum Schulalltag gehören und auch Lehrkräfte nicht frei von ihnen sind. Gleichzeitig wurde deutlich, dass ein kritischer Umgang mit Vorurteilen unabdingbar ist. 

Auf der Bühne zeigten die drei Gäste in einer lebhaften Diskussion auf, welche Rolle Vorurteile in ihrem Leben spielten und nach wie vor spielen. Während Herr Zimball an einigen anschaulichen Beispielen aus seiner Tätigkeit im Deutschen Gewerkschaftsbund zeigte, wie man Vorurteilen begegnen kann, machte Herr Galati deutlich, dass er als Straßensozialarbeiter häufiger mit jungen Erwachsenen zu tun hat, denen mit Vorurteilen begegnet wird. Besonders eindrücklich waren aber auch die Schilderungen von Frau Trebitsch, die zum Schluss erklärte, dass Gyula Trebitsch die Veranstaltung sicherlich begrüßt hätte.